Google Rechenzentrum in Oberösterreich

Ein neues Zuhause für das Internet

Das Google Rechenzentrum in Kronstorf stärkt den Technologiestandort und bringt hochwertige Arbeitsplätze in die Region. Hier finden Sie Informationen zum Projekt und Antworten auf die meistgestellten Fragen.

Über das Projekt

Google errichtet derzeit ein hochmodernes Rechenzentrum in Kronstorf, Oberösterreich. Damit reagiert Google auf die steigende Nachfrage nach seinen KI- und Cloud-Services. Die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant und wird 100 direkte Arbeitsplätze in Kronstorf schaffen. Darüber hinaus werden bis 2029 jährlich rund 4.600 Arbeitsplätze in der weiteren Region gesichert.

Stärkung der Region

Das Rechenzentrum stärkt Oberösterreich als Technologiezentrum und trägt zum lokalen Wirtschaftswachstum bei, indem – sowohl während der Bauphase als auch nach Inbetriebnahme der Anlage – der Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen Vorrang eingeräumt wird.

Ein guter Nachbar

Google möchte ein guter Nachbar sein und setzt eine Reihe an Maßnahmen um, um die Region positiv mitzugestalten.

Nachhaltigkeit im Fokus

Google setzt für sein Rechenzentrum in Kronstorf eine Vielzahl von Nachhaltigkeitsmaßnahmen um, darunter Initiativen in den Bereichen erneuerbare Energien, Wasser, Biodiversität, Gebäudekonzeption und Abwärmerückgewinnung.

Was ist ein Rechen-
zentrum?

Was ist ein Rechenzentrum?

Google Rechenzentren sind die Orte, wo das Internet zuhause ist. Ein Rechenzentrum beherbergt zahlreiche Server, die Informationen verarbeiten. Stellen Sie sich vor, Sie möchten die Google-Suche nutzen, um mehr über die Stadt Kronstorf zu erfahren. Sobald Sie in Ihrem Browser auf „Suchen“ klicken, wird Ihre Suchanfrage an ein Rechenzentrum gesendet. Dort wird sie verarbeitet, und das Ergebnis wird direkt auf Ihrem Bildschirm angezeigt.

Rechenzentren sind also die grundlegende Infrastruktur für unser digitales Leben. Ohne sie gibt es keine Google Suche, kein YouTube, kein Gmail, kein Google Drive und kein Google Maps. Wir freuen uns, dass das Internet nun auch in Kronstorf zuhause ist!

Themen, die uns wichtig sind

Google möchte ein guter Nachbar sein und einen positiven Beitrag für die Region leisten. 

Die Investition in Kronstorf sendet ein starkes Signal an die Region. Sie stärkt Oberösterreich als Technologiezentrum und zieht Talente an. Das Rechenzentrum wird in Kronstorf 100 direkte Arbeitsplätze schaffen. Darüber hinaus werden bis 2029 jährlich rund 4.600 Arbeitsplätze in der weiteren Region ermöglicht. Die jährlich gesicherten Arbeitsplätze entsprechen damit einem Anteil von 1 von 170 Beschäftigten in Oberösterreich.

Im Rahmen des Baus des Rechenzentrums beschäftigt Google derzeit über 150 österreichische Unternehmen, von Einzelunternehmen bis hin zu Hidden Champions“ wie die Zauner Anlagentechnik GmbH, die HASENÖHRL Bau GmbH, die Prangl Gesellschaft m.b.H., die Felbermayr Transport- und Hebetechnik GmbH & Co. KG, die Siemens Aktiengesellschaft Österreich, die ASAMER Kies- und Betonwerke GmbH, die HT Generalunternehmer & Industriebau GmbH  und viele weitere – und schafft damit einen erheblichen regionalen wirtschaftlichen Mehrwert.

WASSER

Wasserkühlung: Die richtige Balance zwischen verantwortungsvoller Energienutzung und Impact

Ähnlich wie Ihr Computer zuhause generieren auch die Server in Rechenzentren Wärme und müssen gekühlt werden, um sicher und effizient zu arbeiten. Wasserkühlung ist eine besonders energieeffiziente Kühlmethode und wird von Google  eingesetzt, um den Energieverbrauch im Vergleich zu alternativen Systemen zu optimieren. Nach sorgfältiger Untersuchung der Auswirkungen eines höheren Energieverbrauchs alternativer Kühlsysteme und des Einsatzes einer Wasserkühlung aus der Enns hat Google das richtige Gleichgewicht gefunden, indem hocheffiziente Kühlwassersysteme implementiert und so sowohl der Energie- als auch der Wasserverbrauch optimiert wurden. 

Mehr dazu hier: Förderung einer verantwortungsvollen Wassernutzung in unseren Rechenzentren

Uferfiltrat aus der Enns

Für die Kühlung des Rechenzentrums nutzt Google Wasser aus dem Uferfiltrat, also dem unterirdischen Begleitstrom der Enns. Dies bringt zunächst den Vorteil, dass das Kühlwasser auf natürliche Weise von Schwebstoffen befreit und der mit der Rohwasseraufbereitung verbundene chemische Fußabdruck drastisch reduziert wird. Google bringt in Kronstorf das Prinzip der evaporativen Kühlung zum Einsatz: Das bedeutet, dass Google das Kühlwasser mehrfach über Kühltürme durch das Rechenzentrum zirkulieren. Indem Google das Wasser wiederholt durch das Kühlsystem schickt, gelingt eine erhebliche Reduktion des Kühlwasserbedarfs. Im Rahmen des Kühlprozesses wird ein Teil des Kühlwassers verdunstet und dadurch die Prozesswärme in die Atmosphäre abgegeben. Dies führt zu einer Reduktion der Temperatur des Kühlwassers, welches gemäß den strengen lokalen Vorschriften in die Enns zurückgeführt wird. Diese Methode wurde einer eingehenden Prüfung durch unabhängige oberösterreichische Expert:innen für Wasserbiologie und Hydrogeologie unterzogen, um sicherzustellen, dass keine nachteiligen Auswirkungen auf das Ökosystem der Enns und ihre Fischbestände entstehen. Darüber hinaus erfolgte das Genehmigungsverfahren in enger Abstimmung mit den Fischereirechtsinhabern, die aktiv einbezogen wurden.

Wassermenge und Kontrollmechanismen

Die benötigte Kühlwassermenge hängt von verschiedenen betrieblichen Faktoren ab und variiert beispielsweise je nach konkreter Umgebungstemperatur. Im Rahmen des wasserrechtlichen Verfahrens wurde die maximal zulässige Entnahmemenge für alle Ausbaustufen genau festgelegt. Diese beträgt im Vollausbau 15.200 m³ pro Tag – die erwarteten Regelbetriebsmengen liegen unter diesem Wert; die erwarteten Regelbetriebsmengen für die erste Phase weit unter diesem Wert. Die maximal zulässige Entnahmemenge entspricht damit nur einem geringen Bruchteil der Wassermenge der Enns und liegt zudem deutlich unter dem Schwellenwert, ab dem eine detailliertere Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich wäre. Die bestehenden Bewilligungen sehen weiters vor, dass die Entnahme- und Rückleitungsmengen, aber auch die Temperatur sowie die Qualität des Kühlwassers kontinuierlich gemessen, dokumentiert und von der Wasserbehörde überwacht werden.

Auswirkungen auf Temperatur und Ökosystem

Unabhängige Expertengutachten aus dem Genehmigungsverfahren zeigen: Die Auswirkung des Rechenzentrums auf die Temperatur der Enns ist so minimal, dass sie als vernachlässigbar eingestuft wurde. So wird es beispielsweise am Kraftwerk Mühlrading, das sich in unmittelbarer Nähe flussabwärts befindet, keinen messbaren Temperaturunterschied geben. Die ökologische Qualität der Enns ist gut geschützt. Während die maximal zulässige Wassertemperatur an der Einleitungsstelle 30 Grad Celsius betragen darf, wird die tatsächliche Temperatur aufgrund der technischen Auslegung der Anlage „lauwarm“ sein und damit deutlich darunter liegen. Die Anlage ist nicht für ein Temperaturniveau von 30 Grad Celsius ausgelegt. 

Wasserrückführung und Unterstützung des Ökosystems

Google hat sich global verpflichtet, insgesamt mehr Wasser zurückzuführen, als verbraucht wird. Das Ziel ist es, bis 2030 weltweit durchschnittlich 120 Prozent der genutzten Wassermenge an den Standorten zurückzuführen. Für Kronstorf stellt Google in Form eines Fonds erhebliche finanzielle Mittel für Projekte zur Verbesserung der ökologischen Qualität der Enns in Zusammenarbeit mit dem Oberösterreichischen Landesfischereiverband bereit; entsprechende Projekte befinden sich derzeit in der Koordinierungsphase. Darüber hinaus ist Google mit lokalen Akteuren hinsichtlich Renaturierungsprojekten in der Region im Austausch.

ENERGIE

Energienutzung

Der Energiebedarf wird schrittweise steigen, sobald Google den Betrieb in der Anfangsphase mit einer Leistung von 150 Megawatt hochfährt. Sollte sich Google dazu entschließen, weiter in den Standort zu investieren und ihn auszubauen, könnte die Kapazität auf bis zu 500 Megawatt erhöht werden. Prognosen zufolge würde die maximale Kapazität des Standorts von 500 Megawatt innerhalb von etwa fünf bis zehn Jahren schrittweise erreicht werden. Der tatsächliche Strombedarf hängt von vielen Faktoren und Variablen ab. Dazu zählen etwa die Auslastung des Rechenzentrums, also die zu einem bestimmten Zeitpunkt nachgefragte Rechenleistung, oder etwa der zu einem bestimmten Zeitpunkt bestehende Kühlbedarf, welcher je nach Außentemperatur variiert.

Erneuerbare Energie

Seit 2017 gleicht Google seinen Energiebedarf weltweit mit 100 Prozent erneuerbarer Energie aus – auch im Rechenzentrum in Kronstorf. Google strebt zudem an, weltweit rund um die Uhr mit CO₂-freier Energie zu arbeiten und wird weiterhin in Projekte im Bereich erneuerbarer Energien investieren, die zum lokalen Stromnetz beitragen. Dank der mit Photovoltaikanlagen ausgestatteten Gründächer des Rechenzentrums trägt Google zudem auch selbst zur Erzeugung erneuerbarer Energie für den eigenen Betrieb bei.

Energieeffizienz

Googles langjährige Bemühungen um Energieeffizienz sind ebenso wichtig wie die Beschaffung erneuerbarer Energie. Das Ziel, die weltweit energieeffizienteste Rechenzentrumsinfrastruktur aufzubauen und zu betreiben sowie Google-Bürostandorte kontinuierlich energieeffizienter zu gestalten, ist eine Kernstrategie zur Minimierung des ökologischen Fußabdrucks.  Dabei geht es darum, aus jedem Watt an genutzter Energie das Maximum herauszuholen.

Google investiert massiv in die Effizienz seines gesamten KI-Stacks – von der Infrastruktur über das Chip-Design bis hin zur Modellbereitstellung. Auf der Ebene der Rechenzentren ist Google seit jeher führend bei der Entwicklung extrem energieeffizienter Anlagen. Die Rechenzentren von Google gehören zu den effizientesten der Branche und verbrauchen 83 % weniger Energie für den Betrieb als der Branchendurchschnitt.

Abwärmenutzung

Google nimmt dieses Thema und die Anforderungen des Oberösterreichischen Energieeffizienzgesetzes sehr ernst. Die Anlage in Kronstorf ist so konzipiert, dass eine Abwärmenutzung möglich ist. Darüber hinaus verfolgt Google einen auf drei Säulen basierenden Plan zur Abwärmenutzung: 

1. Google nutzt die Abwärme für den eigenen Bedarf.

2. Google ermöglicht die Nutzung der Abwärme in der direkten Umgebung. Google ist in Gesprächen mit seinem Nachbarn dm über den Abschluss einer Vereinbarung zur Abwärmenutzung für dessen neues Logistikzentrum in Kronstorf. Die Verhandlungen verlaufen positiv, und die für die Wärmeabnahme erforderliche Basisinfrastruktur wurde bereits geschaffen – das heißt, die ersten Rohrleitungen wurden bereits verlegt. Diese Versorgungsmöglichkeit wird auch weiteren Unternehmen zur Verfügung stehen, die sich im Betriebsbaugebiet Kronstorf-Hargelsberg ansiedeln werden.

3. Google prüft die Nutzung der Abwärme in der weiteren Umgebung. Google führt derzeit eine Studie durch, um weitere Abnehmer und Möglichkeiten zur Abwärmenutzung systematisch zu evaluieren. Sollten sich dabei wirtschaftlich und technisch machbare sowie umweltverträgliche Optionen ergeben, wird Google seine Abwärme den jeweiligen Partnern ebenfalls kostenlos zur Verfügung stellen.

UMWELT

Biodiversität

Das Gelände des Rechenzentrums wird mit einem 10 Meter breiten Streifen (33.500 m2) aus einheimischen Bäumen, Sträuchern und heimischen Wiesenblumen begrünt, der das gesamte Areal umgibt. Der fruchtbare Mutterboden wird für die Böschungen wiederverwendet. Darüber hinaus wurden vor Jahren außerhalb des Geländes bereits über 13.000 Bäume gepflanzt – der sogenannte Google-Wald. Diese Bäume wurden in Abstimmung mit dem oberösterreichischen Umweltanwalt und der Landesforstdirektion gesetzt und tragen bereits zur Förderung der biologischen Vielfalt in der Region bei. Der Wald ist Teil der globalen Strategie von Google, den landschaftlichen, ökologischen und sozialen Wert an den Standorten der Rechenzentren zu maximieren.

Boden und Humus: Wertvolle Ressourcen bewahrt

Die fruchtbarste Schicht des Bodens – der Humus – wurde sorgsam vom Baufeld abgehoben und dann den lokalen Landwirt:innen zur Verbesserung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit ihrer Anbauflächen zur Verfügung gestellt. Dies war ein bewusster Schritt, um wertvolle Bodenqualität nicht zu versiegeln, sondern sie für die landwirtschaftliche Nutzung zu bewahren. Dieser Prozess erfolgte in enger Abstimmung mit der oberösterreichischen Landesumweltanwaltschaft sowie unter Einbindung und fachlicher Aufsicht von Expert:innen aus dem Bereich des Agrarwesens und aktiver Unterstützung der lokalen Landwirt:innen

Gebäude und Landschaftsintegration

Das Rechenzentrum ist so gestaltet, dass es sich harmonisch in die Landschaft einfügt. Die Gebäude zeichnen sich durch eine ruhige, horizontale Struktur mit einer unauffälligen grauen Farbgebung aus.  Das höchste Gebäude ist knapp 11 Meter hoch – niedriger als benachbarte Gebäude. Durch gezielt gepflanzte Bäume und großzügig – nach den Grundsätzen der Biodiversität – angelegten Grünflächen wird eine gute Integration in das Landschaftsbild erreicht. Google folgt dabei den lokalen Gestaltungsrichtlinien und stellt die ordnungsgemäße Umsetzung durch eine ökologische Bauaufsicht sicher. Das Rechenzentrum wird auch mit Photovoltaikanlagen ausgestatteten Gründächern gebaut – eine Premiere für Google in Europa.

Lichtemissionen

In Österreich gelten strenge gesetzliche Vorschriften für künstliche Lichtemissionen. Google hält sich streng an diese Vorschriften. Alle Außenbeleuchtungssysteme sind nach innen gerichtet, sodass sie ausschließlich den Betriebsbereich ausleuchten. Zusätzlich nutzt Google Bewegungsmelder und insektenfreundliche Lichtquellen, um die Auswirkungen auf die lokale Fauna zu minimieren.

Akustik

Das Rechenzentrum wird mit modernster Kühl- und Betriebstechnik ausgestattet, die äußerst leise arbeitet. Die geringe Geräuschentwicklung wird durch Schallschutzgehäuse sowie durch technisch optimierte Komponenten und Maschinen gewährleistet. Im Rahmen des Engagements, ein verantwortungsbewusster Nachbar in der Gemeinde zu sein, hat Google seine Expert:innenteams damit beauftragt, eine Anlage zu entwerfen, die im Einklang mit ihrer Umgebung funktioniert. Während der Inbetriebnahme der Anlage wird die akustische Leistung gemessen werden, um sicherzustellen, dass sie den Erwartungen des Designs entspricht.

Notstromversorgung

Um Datenverluste im Falle eines Stromausfalls zu verhindern, ist der Standort zusätzlich zu einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) mit einer Notstromversorgung ausgestattet. Diese Notstromversorgung dient dazu, den Systembetrieb aufrechtzuerhalten, während eine Störung oder ein Ausfall im Stromnetz behoben wird. Die Notstromversorgung wird durch dieselbetriebene Notstromaggregate gewährleistet, die den strengen österreichischen Luftqualitätsvorschriften entsprechen. Die Notstromversorgung wurde im Rahmen des Betriebsgenehmigungsverfahrens von den zuständigen Fachsachverständigen der oberösterreichischen Behörden geprüft. Um sicherzustellen, dass die Notstromaggregate jederzeit einsatzbereit sind, müssen sie regelmäßig gemäß den Anweisungen des Herstellers gewartet werden. Im Normalbetrieb werden die Notstromaggregate nicht eingesetzt.

Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)

Als einen der ersten Schritte im Projekt prüfte Google, ob für das Rechenzentrum eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erforderlich ist. Zu diesem Zweck führte die Oberösterreichische Landesregierung im Jahr 2020 eine Prüfung gemäß dem UVP-Gesetz durch und erließ einen rechtskräftigen Bescheid, wonach für das in mehreren Phasen zu errichtende Rechenzentrum keine UVP erforderlich ist. Unter anderem wurde festgestellt, dass die entnommene Kühlwassermenge deutlich unter dem für eine UVP relevanten Schwellenwert liegen wird. Davon abgesehen wurde in den unterschiedlichen nachfolgenden Einzelverfahren, wie etwa dem Verfahren betreffend die Kühlwasserentnahme, die ökologische Verträglichkeit des Projekts (auch unter Einbeziehung der Landesumweltanwaltschaft) im Detail geprüft.

COMMUNITY

Informationszentrum in Kronstorf

Da Besuche im Rechenzentrum aus Sicherheitsgründen nicht möglich sind, arbeitet Google daran, einen Leerstand im Ortskern von Kronstorf als Informationszentrum zu revitalisieren. Dort können interessierte Bürger:innen, Schulklassen, Vereine, Unternehmen und Reisegruppen einen Überblick über die digitale Infrastruktur, Googles wirtschaftliche Beiträge und die Nachhaltigkeitsmaßnahmen erhalten. Das Informationszentrum – eine gemeinsame Idee der Gemeinde und Google – soll voraussichtlich 2027 eröffnet werden. Interessierte können bereits jetzt eine 360-Grad-Tour durch ein Google-Rechenzentrum ansehen und die zugehörige Fotogalerie durchstöbern.

Partnerschaft mit der Fachhochschule Oberösterreich

Google vertieft die Kooperation mit der Fachhochschule Oberösterreich: durch KI-Bildungsprogramme und Fachkräfteentwicklung stärkt Google den Ausbildungsstandort Oberösterreich. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Infrastruktur langfristig von qualifizierten Fachkräften aus der Region betrieben werden kann. Dies trägt auch zur Stärkung des lokalen KI-Ökosystems bei.

Fischereiverband und Gewässerschutz

Wasser ist nicht nur für einen effizienten Betrieb wichtig, sondern in erster Linie ein wertvoller Lebensraum. Google arbeitet daher mit dem Oberösterreichischen Landesfischereiverband zusammen, um gezielt Projekte zu fördern, die den Lebensraum der Enns und anderer Gewässer in Oberösterreich verbessern. Über einen von Google finanzierten Fonds werden Projekte unterstützt, die nachweislich dem Flussökosystem zugutekommen – ein langfristiges Engagement für die Wasserqualität und Biodiversität der Region.

Community Investment Program

Mit der Inbetriebnahme 2027 wird Google Kronstorf in sein globales Community Investment Program aufnehmen. Dieses Programm unterstützt lokale Initiativen und Organisationen, um positive Beiträge zur Gemeinschaft zu leisten. Das Programm fördert Bildung, wirtschaftliche Chancen und Umweltschutz – ausgehend von den Bedürfnissen und Prioritäten der lokalen Bevölkerung.

Austausch mit Nachbar:innen und lokalen Gremien

Google steht in einem guten, langjährigen und wertschätzenden Austausch mit Nachbar:innen und lokalen Gremien wie INKOBA. Ein lokaler Anlaufpunkt wurde eingerichtet, damit sich Anwohner:innen jederzeit mit Fragen und Anliegen an Google wenden können. Google nimmt diese Anliegen ernst und integriert Feedback in die weitere Entwicklung des Projekts.

FAQ – HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Wann wird das Rechenzentrum in Betrieb gehen?

Das Rechenzentrum wird voraussichtlich 2027 in Betrieb gehen. Der Bau verläuft planmäßig.

Wie viele Arbeitsplätze werden geschaffen?

Das Rechenzentrum wird 100 direkte, hochwertige Arbeitsplätze auf dem Campus selbst schaffen – von Techniker:innen bis hin zu Maschinenbauingenieur:innen. Darüber hinaus werden bis 2029 jährlich etwa 4.600 Arbeitsplätze in der weiteren Region gesichert. Die Jobs werden Schritt für Schritt bis und auch noch nach der Inbetriebnahme geschaffen werden.

Bitte beachten Sie auch die aktuellen Stellenausschreibungen von Google.

Wie viel Wasser wird das Rechenzentrum nutzen?

Die benötigte Kühlwassermenge hängt von verschiedenen betrieblichen Faktoren ab und variiert beispielsweise je nach konkreter Umgebungstemperatur. Im Rahmen des wasserrechtlichen Verfahrens wurde die maximal zulässige Entnahmemenge für alle Ausbaustufen genau festgelegt. Diese beträgt im Vollausbau 15.200 m³ pro Tag – die erwarteten Regelbetriebsmengen liegen unter diesem Wert; die erwarteten Regelbetriebsmengen für die erste Phase weit unter diesem Wert. Die maximal zulässige Entnahmemenge entspricht damit nur einem geringen Bruchteil der Wassermenge der Enns und liegt zudem deutlich unter dem Schwellenwert, ab dem eine detailliertere Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich wäre.

Hat das Rechenzentrum nachteilige Auswirkungen auf die Temperatur der Enns?

Nein. Unabhängige Expertengutachten aus dem Genehmigungsverfahren zeigen, dass die Temperaturauswirkung des Rechenzentrums auf die Enns vernachlässigbar ist. Bereits beim nahe gelegenen Kraftwerk Mühlrading ist kein messbarer Unterschied festzustellen.

Wie viel Strom wird das Rechenzentrum benötigen?

Der Energiebedarf wird schrittweise steigen, sobald Google den Betrieb in der Anfangsphase mit einer Leistung von 150 Megawatt hochfährt. Sollte sich Google dazu entschließen, weiter in den Standort zu investieren und ihn auszubauen, könnte die Kapazität auf bis zu 500 Megawatt erhöht werden. Prognosen zufolge würde die maximale Kapazität des Standorts von 500 Megawatt innerhalb von etwa fünf bis zehn Jahren schrittweise erreicht werden. Der tatsächliche Strombedarf hängt von vielen Faktoren und Variablen ab. Dazu zählen etwa die Auslastung des Rechenzentrums, also die zu einem bestimmten Zeitpunkt nachgefragte Rechenleistung, oder etwa der zu einem bestimmten Zeitpunkt bestehende Kühlbedarf, welcher je nach Außentemperatur variiert.

Ist die Stabilität des Stromnetzes gewährleistet?

Ja. Dies bestätigt auch die österreichische Energieregulierungsbehörde E-Control: „Soweit uns bekannt ist, gibt es zwei Ausbaustufen für den Netzanschluss: 150 und 500 MW. Diese Netzanschlussmöglichkeiten stehen in Oberösterreich zur Verfügung“, sagte E-Control-Vorstandsmitglied Alfons Haber (Quelle).

Sollte es dennoch zu Netzinstabilitäten kommen, verfügen Netz OÖ und APG über die Möglichkeit, einzelne oder mehrere Stromverbraucher – wie beispielsweise Google Rechenzentren – vom Netz zu trennen, um eine stabile Stromversorgung in Oberösterreich zu gewährleisten. Dabei handelt es sich um ein allgemeines Standardverfahren, das unabhängig vom Betrieb des Rechenzentrums in Kronstorf angewendet wird und der Sicherung der Netzstabilität dient.

Steigen die Strompreise für Verbraucher:innen durch das Rechenzentrum?

Google wird alle Kosten, die den Netzbetreibern durch den Netzanschluss von Google entstehen, vollständig übernehmen. Die Verträge von Google sind so gestaltet, dass Google weder durch andere Verbraucher:innen noch durch staatliche Zuschüsse subventioniert wird.

Wird das Rechenzentrum mit erneuerbarer Energie betrieben?

Seit 2017 gleicht Google seinen Energieverbrauch weltweit zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien aus – auch im Rechenzentrum in Kronstorf. Google strebt zudem an, weltweit rund um die Uhr mit CO₂-freier Energie zu arbeiten, und wird weiterhin in Projekte im Bereich erneuerbarer Energien investieren, die zum lokalen Stromnetz beitragen. Dank der mit Photovoltaikanlagen ausgestatteten Gründächer des Rechenzentrums trägt Google zudem auch selbst zur Erzeugung erneuerbarer Energie für den eigenen Betrieb bei.

Google plant nicht, für seinen Betrieb in Österreich Stromabnahmeverträge für Atomstrom abzuschließen.

Wie fügt sich das Rechenzentrum in die bestehende Landschaft ein?

Das Rechenzentrum ist so gestaltet, dass es sich harmonisch in die Landschaft einfügt. Die Gebäude zeichnen sich durch eine ruhige, horizontale Struktur mit einer unauffälligen grauen Farbgebung aus.  Das höchste Gebäude ist knapp 11 Meter hoch – niedriger als benachbarte Gebäude. Durch gezielt gepflanzte Bäume und großzügig – nach den Grundsätzen der Biodiversität – angelegten Grünflächen wird eine gute Integration in das Landschaftsbild erreicht.

Kann man das Rechenzentrum besichtigen?

Aus Sicherheitsgründen kann das Rechenzentrum nicht besichtigt werden. Google richtet jedoch im Zentrum von Kronstorf ein Informationszentrum ein, in dem interessierte Besucher:innen mehr über das Projekt erfahren können. Das Informationszentrum soll voraussichtlich 2027 eröffnet werden. Eine 360-Grad-Tour durch ein Google-Rechenzentrum ist online auf YouTube verfügbar, ebenso wie eine Fotogalerie.

Stellt Google lokal ein?

Ja. Google ist bestrebt, wann immer möglich Mitarbeiter:innen vor Ort einzustellen, und sucht aktiv nach Mitarbeitenden aus Kronstorf und der Umgebung. Offene Stellen – von Rechenzentrumstechniker:in bis hin zu Ingenieur:in – sind auf Googles Job-Seite zu finden.

Wird die Anlage weiter ausgebaut?

Die Nachfrage nach digitalen Dienstleistungen steigt weiter, daher muss auch die Infrastruktur ausgebaut werden. Google plant daher stets mit Blick auf den zukünftigen Bedarf und hat in diesem Sinne die Genehmigungsanträge für die abschließende Erweiterung bei den Behörden eingereicht, nämlich für die zweite Phase des Bauvorhabens. Diese Phase wurde bereits von Anfang an in den Plänen für das Gelände berücksichtigt, wie die für das gesamte Gelände erteilte Wassergenehmigung zeigt. Die endgültige Investitionsentscheidung für die abschließende Erweiterung ist jedoch noch nicht gefallen.