FAQ – HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN
Wann wird das Rechenzentrum in Betrieb gehen?
Das Rechenzentrum wird voraussichtlich 2027 in Betrieb gehen. Der Bau verläuft planmäßig.
Wie viele Arbeitsplätze werden geschaffen?
Das Rechenzentrum wird 100 direkte, hochwertige Arbeitsplätze auf dem Campus selbst schaffen – von Techniker:innen bis hin zu Maschinenbauingenieur:innen. Darüber hinaus werden bis 2029 jährlich etwa 4.600 Arbeitsplätze in der weiteren Region gesichert. Die Jobs werden Schritt für Schritt bis und auch noch nach der Inbetriebnahme geschaffen werden.
Bitte beachten Sie auch die aktuellen Stellenausschreibungen von Google.
Wie viel Wasser wird das Rechenzentrum nutzen?
Die benötigte Kühlwassermenge hängt von verschiedenen betrieblichen Faktoren ab und variiert beispielsweise je nach konkreter Umgebungstemperatur. Im Rahmen des wasserrechtlichen Verfahrens wurde die maximal zulässige Entnahmemenge für alle Ausbaustufen genau festgelegt. Diese beträgt im Vollausbau 15.200 m³ pro Tag – die erwarteten Regelbetriebsmengen liegen unter diesem Wert; die erwarteten Regelbetriebsmengen für die erste Phase weit unter diesem Wert. Die maximal zulässige Entnahmemenge entspricht damit nur einem geringen Bruchteil der Wassermenge der Enns und liegt zudem deutlich unter dem Schwellenwert, ab dem eine detailliertere Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich wäre.
Hat das Rechenzentrum nachteilige Auswirkungen auf die Temperatur der Enns?
Nein. Unabhängige Expertengutachten aus dem Genehmigungsverfahren zeigen, dass die Temperaturauswirkung des Rechenzentrums auf die Enns vernachlässigbar ist. Bereits beim nahe gelegenen Kraftwerk Mühlrading ist kein messbarer Unterschied festzustellen.
Wie viel Strom wird das Rechenzentrum benötigen?
Der Energiebedarf wird schrittweise steigen, sobald Google den Betrieb in der Anfangsphase mit einer Leistung von 150 Megawatt hochfährt. Sollte sich Google dazu entschließen, weiter in den Standort zu investieren und ihn auszubauen, könnte die Kapazität auf bis zu 500 Megawatt erhöht werden. Prognosen zufolge würde die maximale Kapazität des Standorts von 500 Megawatt innerhalb von etwa fünf bis zehn Jahren schrittweise erreicht werden. Der tatsächliche Strombedarf hängt von vielen Faktoren und Variablen ab. Dazu zählen etwa die Auslastung des Rechenzentrums, also die zu einem bestimmten Zeitpunkt nachgefragte Rechenleistung, oder etwa der zu einem bestimmten Zeitpunkt bestehende Kühlbedarf, welcher je nach Außentemperatur variiert.
Ist die Stabilität des Stromnetzes gewährleistet?
Ja. Dies bestätigt auch die österreichische Energieregulierungsbehörde E-Control: „Soweit uns bekannt ist, gibt es zwei Ausbaustufen für den Netzanschluss: 150 und 500 MW. Diese Netzanschlussmöglichkeiten stehen in Oberösterreich zur Verfügung“, sagte E-Control-Vorstandsmitglied Alfons Haber (Quelle).
Sollte es dennoch zu Netzinstabilitäten kommen, verfügen Netz OÖ und APG über die Möglichkeit, einzelne oder mehrere Stromverbraucher – wie beispielsweise Google Rechenzentren – vom Netz zu trennen, um eine stabile Stromversorgung in Oberösterreich zu gewährleisten. Dabei handelt es sich um ein allgemeines Standardverfahren, das unabhängig vom Betrieb des Rechenzentrums in Kronstorf angewendet wird und der Sicherung der Netzstabilität dient.
Steigen die Strompreise für Verbraucher:innen durch das Rechenzentrum?
Google wird alle Kosten, die den Netzbetreibern durch den Netzanschluss von Google entstehen, vollständig übernehmen. Die Verträge von Google sind so gestaltet, dass Google weder durch andere Verbraucher:innen noch durch staatliche Zuschüsse subventioniert wird.
Wird das Rechenzentrum mit erneuerbarer Energie betrieben?
Seit 2017 gleicht Google seinen Energieverbrauch weltweit zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien aus – auch im Rechenzentrum in Kronstorf. Google strebt zudem an, weltweit rund um die Uhr mit CO₂-freier Energie zu arbeiten, und wird weiterhin in Projekte im Bereich erneuerbarer Energien investieren, die zum lokalen Stromnetz beitragen. Dank der mit Photovoltaikanlagen ausgestatteten Gründächer des Rechenzentrums trägt Google zudem auch selbst zur Erzeugung erneuerbarer Energie für den eigenen Betrieb bei.
Google plant nicht, für seinen Betrieb in Österreich Stromabnahmeverträge für Atomstrom abzuschließen.
Wie fügt sich das Rechenzentrum in die bestehende Landschaft ein?
Das Rechenzentrum ist so gestaltet, dass es sich harmonisch in die Landschaft einfügt. Die Gebäude zeichnen sich durch eine ruhige, horizontale Struktur mit einer unauffälligen grauen Farbgebung aus. Das höchste Gebäude ist knapp 11 Meter hoch – niedriger als benachbarte Gebäude. Durch gezielt gepflanzte Bäume und großzügig – nach den Grundsätzen der Biodiversität – angelegten Grünflächen wird eine gute Integration in das Landschaftsbild erreicht.
Kann man das Rechenzentrum besichtigen?
Aus Sicherheitsgründen kann das Rechenzentrum nicht besichtigt werden. Google richtet jedoch im Zentrum von Kronstorf ein Informationszentrum ein, in dem interessierte Besucher:innen mehr über das Projekt erfahren können. Das Informationszentrum soll voraussichtlich 2027 eröffnet werden. Eine 360-Grad-Tour durch ein Google-Rechenzentrum ist online auf YouTube verfügbar, ebenso wie eine Fotogalerie.
Stellt Google lokal ein?
Ja. Google ist bestrebt, wann immer möglich Mitarbeiter:innen vor Ort einzustellen, und sucht aktiv nach Mitarbeitenden aus Kronstorf und der Umgebung. Offene Stellen – von Rechenzentrumstechniker:in bis hin zu Ingenieur:in – sind auf Googles Job-Seite zu finden.
Wird die Anlage weiter ausgebaut?
Die Nachfrage nach digitalen Dienstleistungen steigt weiter, daher muss auch die Infrastruktur ausgebaut werden. Google plant daher stets mit Blick auf den zukünftigen Bedarf und hat in diesem Sinne die Genehmigungsanträge für die abschließende Erweiterung bei den Behörden eingereicht, nämlich für die zweite Phase des Bauvorhabens. Diese Phase wurde bereits von Anfang an in den Plänen für das Gelände berücksichtigt, wie die für das gesamte Gelände erteilte Wassergenehmigung zeigt. Die endgültige Investitionsentscheidung für die abschließende Erweiterung ist jedoch noch nicht gefallen.